Regionalveranstaltung in Berlin: Auf Spurensuche – das Jüdische Viertel rund um den Bayerischen Platz

13.08.2026

Vor dem Zweiten Weltkrieg war das Bayerische Viertel eines der wichtigsten Zentren jüdischen Lebens in Berlin. Wegen des hohen Anteils wohlhabender jüdischer Bewohner wurde es in der Weimarer Zeit sogar „Jüdische Schweiz“ genannt.

Rund um den Bayerischen Platz war nicht nur Albert Einstein zu Hause, hier lebten und arbeiteten u.a. Gisèle Freund, Gottfried Benn, Alfred Kerr, Marcel Reich-Ranicki oder Anna Seghers. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurden die jüdischen Bewohner schrittweise entrechtet. Viele konnten emigrieren, andere wurden deportiert und ermordet. Von den etwa 16.000 jüdischen Bewohnern Schönebergs wurden über 6.000 Opfer der Deportationen und des Holocaust. 1943 galt das Viertel aus Sicht der NS-Behörden als „judenfrei“.

Heute erinnern Orte des Gedenkens – ca. 80 Tafeln mit Texten zu konkreten antisemitischen Maßnahmen und Piktogramme - an die Verfolgung jüdischer Menschen zur Zeit des Nationalsozialismus, darunter das außergewöhnliche Flächendenkmal »Orte des Erinnerns«, die Denksteinmauer an der Löcknitzschule und Stolpersteine vor zahlreichen Häusern des Bayerischen Viertels.

Die Führung durch das Bayerische Viertel findet statt am

Sonnabend, 5. September um 15 Uhr
Dauer 1,5 Stunden
Treffpunkt: Café Haberland
U-Bahnhof Bayerischer Platz

Anmeldung bis 1.9.26 per Email an info@dijv.de. Die Anzahl der Teilnehmer ist auf 25 Personen begrenzt. Wir werden die Anmeldungen nach dem Eingangsdatum berücksichtigen.