28. Jahrestagung der DIJV/IDJV in Israel vom 10. bis 17. Mai 2026 – Programm und Anmeldung - Aktuelle Informationen zur akuten politischen Situation

05.02.2026

Die aktuelle politische Situation in Israel und Nahost hat im Vorfeld Auswirkungen auf unsere geplante Tagung. Seit dem 28.2.26 befindet sich Israel erneut in einer ernsten militärischen Auseinandersetzung mit dem Iran. Die bisherigen Ereignisse haben bereits zahlreiche zivile Opfer gefordert und erhebliche Schäden an Wohngebäuden sowie an der zivilen Infrastruktur verursacht. Dieses Geschehen erfüllt uns mit tiefer Sorge und Mitgefühl für alle Betroffenen.
Wir verfolgen die Lage mit großer Aufmerksamkeit und stehen in engem Austausch mit unseren israelischen Freunden. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es noch zu früh, um eine verlässliche Einschätzung der Situation vor Ort im Frühjahr für den Zeitpunkt unserer Tagung zu geben. Unsere Planungen für die Tagung sind weitgehend abgeschlossen, und nach heutigem Stand möchten wir an der Durchführung festhalten – selbstverständlich immer im Bewusstsein, dass die letztliche Entscheidung von der weiteren Entwicklung abhängen wird.
Wir werden Sie über neue Entwicklungen umgehend informieren und möchten Sie ermutigen, Ihre Teilnahmeentscheidung vorerst beizubehalten.
Unseren israelischen Freunden wünschen wir in diesen schweren und herausfordernden Tagen von Herzen viel Kraft, Zuversicht und Zusammenhalt.

Alle Mitglieder der DIJV, Freunde und Interessenten sind herzlich zur 28. Jahrestagung der Deutsch‑Israelisch/Israelisch‑Deutschen Juristenvereinigung eingeladen, die vom 10. bis 17. Mai 2026 in Jerusalem und Tel Aviv stattfinden wird. Sie erwartet ein anspruchsvolles Tagungsprogramm, das den Blick auf die Herausforderungen richtet, vor denen die Rechtssysteme in Israel und Deutschland in Zeiten tiefgreifender internationaler und nationaler Umbrüche stehen.

Für die Festvorträge am Eröffnungstag konnten wir Yitzhak Amit, den Präsidenten des Supreme Court of Israel, sowie die Vizepräsidentin des Bundesverfassungsgerichts, Prof. Dr. Ann‑Kathrin Kaufhold, gewinnen. Im Anschluss werden wir uns mit den Verhandlungen zur Beendigung bewaffneter Konflikte im Nahen Osten sowie mit den Verfahren vor dem Internationalen Gerichtshof befassen.

Im Mittelpunkt des zweiten Tagungstages steht die Resilienz des Rechtsstaats. Hierzu werden unter anderem Esther Hayut, die frühere Präsidentin des Supreme Court, Prof. Dr. Astrid Wallrabenstein, Richterin des Bundesverfassungsgerichts und der Justizminister des Landes Nordrhein‑Westfalen, Dr. Benjamin Limbach, sprechen.

Am 15. und 16. Mai 2026 wollen wir ein besonderes Augenmerk auf die persönlichen Erlebnisse von Menschen im Zusammenhang mit dem Terrorangriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 legen, unter anderem mit einem Besuch der Gedenkstätte auf dem Gelände des Nova‑Festivals.

Dank einer Förderung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz können wir auch für diese Tagung wieder ein Förderprogramm für angehende Juristinnen und Juristen aus beiden Ländern zu sehr attraktiven Bedingungen anbieten. Bewerbungen für die 25 zur Verfügung stehenden Plätze für Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland sind ab sofort möglich.

Das detaillierte Tagungsprogramm finden Sie in der Anlage und auf unserer Homepage www.dijv.de .

Ab sofort können Sie sich interessierte Mitglieder und Freunde über folgenden Link zur Tagung anmelden: https://www.dijv.de/de/topic/60.anmeldung-2026.html

Für Studenten/Referendare/wissenschaftliche Mitglieder, die sich im Rahmen des zu erwartenden Förderprogramm anmelden möchte, steht folgender Link zur Verfügung: https://www.dijv.de/de/topic/61.anmeldung-2026-jugend.html

Die 28. Jahrestagung wird die erste Tagung der Vereinigung in Israel seit dem Jahr 2017 sein.

Es wäre daher ein besonderes Zeichen der Solidarität mit unseren israelischen Freundinnen und Freunden, wenn sich viele von Ihnen zur Tagung anmeldeten.