Aktuelles

25. JAHRESTAGUNG IN NÜRNBERG IM MAI 2019
Vom 13. bis 19. Mai 2019 fand die 25. Jahrestagung der beiden Vereinigungen (DIJV und IDJV) mit vollem Erfolg in Nürnberg statt. Mehr als 270 Personen aus Deutschland und Israel haben an der Tagung teilgenommen. Getagt wurde u.a. im Saal 600 des OLG Nürnberg, in dem ab 1945 die Kriegsverbrecherprozesse stattfanden. Es wurden viele spannende Themen von hochkarätigen Referenten beleuchtet, u.a. dem Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Voßkuhle, der Präsidentin des Supreme Court Esther Hayut, der Präsidentin des Bundesgerichtshofs Bettina Limperg und dem Generalbundesanwalt Dr. Peter Frank.

Hier finden Sie das Programm und Fotos der Tagung:
Fotos vom 12.05.2019
Fotos vom 13.05.2019
Fotos vom 14.05.2019
Fotos vom 15.05.2019
Fotos vom 16.05.2019
Fotos vom 17.05.2019
Fotos vom 18.05.2019

Bitte beachten Sie:
Die Fotos sind ausschließlich für private Zwecke gedacht und dürfen nicht gewerblich genutzt werden. Die Fotorechte liegen bei DIJV/AForberg. Wenn Sie Abzüge der Fotos bestellen wollen, wenden Sie sich bitte an unsere Fotografin Alice Forberg: www.aliceforberg.de, aforberg@web.de

Hier können Sie sich noch einmal die beeindruckende Videobotschaft von Benjamin B. Ferencs, Chefankläger im Fall 9: Einsatzgruppen-Prozess in Nürnberg 1947/48, ansehen. Wir danken der Cardozo School of Law Yeshiva University, New York, herzlich für diese Aufnahme.

Die 26. Jahrestagung wird voraussichtlich im Oktober 2020 in Israel stattfinden, im März 2020 wird die nächste Jugendtagung in Deutschland stattfinden.

BUCHEMPFEHLUNG
Walter/Medina/Scholz/Wabnitz: Einführung in das israelische Recht

Herausgegeben wurde das Buch von unserem Vorstandsmitglied Prof. Dr. Christian Walter (Ludwig-Maximilians-Universität München); Prof. Dr. Barak Medina (Hebrew University Jerusalem); unserem Vize-Präsidenten Dr. Lothar Scholz (Leitender Oberstaatsanwalt a.D., Dresden) und Dr. Heinz-Bernd Wabnitz (Generalstaatsanwalt a.D.).

Der Band gibt einen Überblick über die wichtigsten Rechtsgebiete und erlaubt so einen Einstieg in die vertiefte Beschäftigung mit dem israelischen Recht:
Geschichte und Rechtsquellen des israelischen Rechts
Verfassungsrecht
Schuld- und Deliktsrecht
Recht des geistigen Eigentums
Trusts und Antitrust-Recht
Gesellschaftsrecht
Arbeits- und Steuerrecht
Familienrecht
Strafrecht
Internationales Privatrecht
Israel und die EU
Israel und das Völkerrecht

Das Buch ist im C.H.BECK Verlag erschienen:  https://www.beck-shop.de/medina-walter-scholz-wabnitz-einfuehrung-israelische-recht/product/20115338

Das Buch ist zeitgleich auch im Nomos Verlag auf Englisch erschienen unter der ISBN 978-3-8487-4766-5 und dem Titel “The Israeli Legal System – An Introduction“.

DIJV unterstützt Online-Petition „PALANDT UMBENENNEN“
Vorstand und Präsidium der Deutsch-Israelischen Juristenvereinigung haben sich dafür ausgesprochen, die Initiative „Palandt Umbenennen“ zu unterstützen.

Janwillem van de Loo hat kürzlich mit einem Beitrag („Den Palandt umbenennen“) in der JZ 2017 (827ff.) auf die Rolle von Otto Palandt im Nationalsozialismus aufmerksam gemacht, der bis zum heutigen Tage als Namensgeber des wohl bekanntesten Kommentars zum BGB fungiert.

Otto Palandt, bis dahin Oberlandesgerichtsrat in Kassel, wurde 1933 zunächst Vizepräsident, kurz darauf Präsident des Preußischen Landesjustizprüfungsamtes und 1934, nach Übergang der Rechtspflege auf das Reich, Präsident des Reichsjustizprüfungsamtes. Als dieser wirkte er maßgeblich an der am 1. Oktober 1934 in Kraft getretenen Justizausbildungsordnung mit. Palandt selbst formulierte 1939 in den dazugehörigen „Richtlinien für das Studium der Rechtswissenschaft“: „Der Bewerber muss schließlich die Gewähr dafür bieten, dass er jederzeit rückhaltlos für den nationalsozialistischen Staat eintritt.“

1939 wurde Palandt Herausgeber und Gesamtredakteur der 1. Auflage des seitdem im Beck-Verlag erscheinenden Kurzkommentars zum BGB und wirkte in dieser Funktion bis zu seinem Tod 1951 an insgesamt neun Auflagen mit. In seinem Vorwort zur 1. Auflage 1939 erklärt Palandt: „(…) versucht der Kommentar die Stellung der einzelnen Gesetzesbestimmungen im gesamten Recht unter Berücksichtigung der nationalsozialistischen Rechts- und Lebensauffassung sowie unter Hervorhebung der rechtspolitischen Gesichtspunkte der einzelnen Vorschriften aufzuzeigen (…)“.

Als Deutsch-Israelische Juristenvereinigung unterstützen wir die Online-Petition, plädieren jedoch zugleich dafür, die Debatte nicht isoliert über die Notwendigkeit der Umbenennung des Palandt zu führen. Vielmehr gilt es, insgesamt Standardwerke der deutschen juristischen Literatur auf weitere problematische Fortschreibungen bei Herausgeberschaften zu untersuchen. Wie van de Loo zu Recht anmerkt: der Palandt ist kein Einzelfall.

Eingehend zur Person Palandts und seines Wirkens: Wrobel, Hans: „Otto Palandt zum Gedächtnis“ in: Kritische Justiz 1982 (1 ff.).

Die Online-Petition findet sich unter http://palandtumbenennen.de/ 

BEITRITTSFORMULUAR
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